Mitmach-Projekt:

Alarmzeichen an Spandauer Straßenbäumen. Eine Langzeit-Foto-Dokumentation

 

>> Anleitung >>

Eure Bilder werden hier fortlaufend eingestellt:

Nr. 41 Betckestraße: Platanenkrebs - soll tödlich für den Baum enden.

29.06.26

[email protected]

Nr. 35 und 37 am Földerichplatz: 2 alte Linden mit Baumkrebs.

29.06.26

[email protected]

Grimnitzseepark: Nr.167, Weide, 01.07.26 geköpft. Ursache bisher unklar. (noch nicht abgebildet)

Grimnitzseepark: Nr.165, Weide, am 30.06.26 geköpft. 

Grimnitzseepark: Nr. 164, Weide am 29.05.26 geköpft. 

 

04.07.26: Das Grünflächenamt war vertreten auf dem Tag der Offenmen Tür des Spandauer Rathauses. Dort nachgefragt, ergab die Antwort:

Bei Weiden ist es notwendig, die Ständertriebe regelmäßig einzukürzen, damit der Baum nicht auseinanderfällt und verkehrsgefährdend wird. Da die Einkürzung  bei diesen Bäumen am Grimnitzsee jahrelang nicht gemacht wurde, verschwanden also ganze Kronen. 

 

08.07. 26: Auskunft vom zuständigen Baumpfleger:

Die obige Aussage betrifft einen anderen Fall. Die abgebildeten Fälle haben eine  andere Ursache. Schwefelporling war an den Bäumen entdeckt worden, ein Pilz, der das Holz morsch macht. Er wird zur Verkehrsgefährdung und muss, weil Gefahr im Verzug ist, mitten im Juli bis auf den Stamm eingekürzt werden. Dieser bleibt, um bereits angesiedelten Tieren ein Habitat zu gewähren.

Danke an den Herrn Baumpfleger!

 

Platane, Baum Nr. 44 Betckestraße wirft vertrocknete, aber auch belaubte Äste ab am heißesten Tag, den wir bisher in unseren Breiten kennen. 27.06.26

Die Linden im Tharsanderweg stehen auf einem sehr schmalen Streifen, der Katzenkopf-Pflaster hat und wasserdurchlässig ist. Seit Jahren erhalten sie zu wenig Wasser. Die Folge: Es brachen in letzter Zeit große Äste ab, gestern sogar eine Baumspitze. 

Trotzdem wird der wasserdurchlässige Streifen bei einer Gehweg-Sanierung nicht breiter! 

20.06.26, 27.06.26

Nr. 06 . Die Robinie ist erst 57 Jahre am Standort Krowelstraße. 

20.06.26

Einer der letzten drei Bäume in der Grimnitzstraße: Nr. 2, eine Robinie.

Die Baumscheibe ist zugestellt von einer Baustellentoilette. Die Krone war nach kräftigem Rückschnitt vor Jahren wieder gut nachgewachsen. Jetzt aber ist sie sehr dünn belaubt.

20.06.26

Das Baumateriallager versperrt dem Baum Nr. 34 auf der Wörther Straße etwa seit einem Jahr das Regenwasser.

Wie lange noch überlebt der Spitzahorn? 

Kultur-Birnen mit kahlen Ästen. 16-06-2026

Nr. 9 und 12, 31 Jahre lang im Brauereihof

Letzter Kirschbaum am Ende der Genfenbergstraße, die einst auf einer Seite nur von Kirschbäumen gesäumt  war. Die Spitze fehlt. Anstelle der Kirschbäume wurden Baumhasel gepflanzt, denen es aber auch nicht besser geht. >>Siehe dort

Nr. 119, Götelstraße

10.06.2026, 27.06.26

Ulme New Horizon, Baum Nr. 53, Jägerstraße

04.06.26:

Die Bordsteinkante war schon vor der Pflanzung des Baumes beschädigt. Der Mulch geht dadurch mehr und mehr verloren. Und beim nächsten Starkregen? 

 

Linden, 02.09.2024 Weverstraßevon Pichelsdorfer nach Osten geblickt:

Baustelle Gasleitungen in Arbeit.

Linden01.06.2026 Weverstraßevon Pichelsdorfer nach Osten geblickt:

Keine Baustelle mehr. Die Lindenstämme haben alle von unten bis oben Zweige bekommen!

Möglicherweise ist der Wurzelbereich beim Bauen verletzt worden, jetzt machen sie Nottriebe!

Stromleitungen werden in der Weverstr. verglegt. 06.06.26

Links hat der Bagger die Wurzel von Baum 167 verletzt. Rechts sieht man, wie die kleinen Wurzeln von Baum 169 angeschnitten sind. Ob die Linden Schaden nehmen?

Baumhasel Nr. 38, 36, 35, 34-32 Genfenbergstraße, 07.06.2026, 13.06.26

Die Bäume sind erst im Herbst 2025 gepflanzt, schon sind massive Schäden da: kahle Spitze, hängende Blätter, kahle Zweige.

Platanen-Allee auf der Heerstraße.

Zum Beispiel Baum Nr. 1107 und seine Nachbarn: Sie sind 98, 90 und 67 Jahre am Ort. Sie haben gelbe Blätter am Zweigende, herabfallende, welke Blätter sowie abgeworfene Zweige.

Die Krone ist sehr dünn und hat teils unbelaubte Zweige.

Die kohlschwarzen Stellen an der Bruchstelle der abgeworfenen Zweige deuten auf die Krankheit Massaria hin. Die Art der Blattwelke auf Apiognomonia-.

Wieviel Regenwasser dem Baum beim ersten Regen nach der Trockenperode im April 26  hätte zugute kommen können, sieht man an den Pfützen. Gehwegplatten sind wenig wasserdurchlässig.

Die Baumscheibe ist klein, doch nebenliegende Grasflächen bieten ein wenig ausgleichende Wasserdurchlässigkeit.  

Es wäre Bewässerung notwendig,  >>(sagt das Pflanzenschutzamt Berlin) >> die dasRegenwasser ergänzt. Unser Vorschlag: Die gelb markierte Fläche abpflastern! Bepflanzen!

08.5./15.05.26

 

06.06.26: ein größerer Ast ist abgefallen: eindeutig Massaria!

 

22.06.26: liegengebliebene Zweige und Blätter infizieren den Baum neu!

Platane, Baum 39, Götelstraße, 29.04.2026:

Gründlich ausgelichtete Krone, vermutlich wegen Massaria.

Baum 39, Götelstraße, 06.06.2026

Welke Blätter, auch nach gründlicher Auslichtung der Krone

 

123 Jahre am Standort.

Die Platane ist vermutlich durch die daneben entstandenen Neubauten geschädigt. Die umgebende Straßenoberfläche ist weitgehend versiegelt. Darunter Abwasserröhren. Außerdem ist der Baum ganztägig besonnt. 

Unsere Idee:

Der Fußweg ist wenig begangen, daher könnte man überlegen, ob dort Verlegung von mehr Kopfsteinpflaster für eine bessere Wasser/Luftzufuhr zum Wurzelbereich sinnvoll wäre.

 

Gerade an prominenten, verkehrsreichen Plätzen fällt auf:

Ältere Bäume sind in schlechtem Zustand:

Verkahlung der Zweigenden oder ganzer Äste

 

Gingko biloba,

Baum Nr. 6 und Nr. 8, Klosterstr./Ecke Ruhlebener Str. 

„Gut geeignet als Stadtbaum“ (Galk-Liste), d.h. er kommt angeblich mit wenig Boden, Hitze, Trockenheit, Frost und Luftbelastung zurecht.

 

Nr. 6 steht 39 Jahre und Nr. 8 steht 38 Jahre am Ort, der Hitze, Trockenheit, Kontaminierung von Boden und Luft ausgesetzt sind. 

Der ältere Baum verkahlt stärker als der jüngere und blieb klein. Gingko braucht es feucht bis frisch laut https://www.naturadb.de/pflanzen/ginkgo-biloba/

Der Zuwachs soll 30 - 50 cm/Jahr sein, was an dieser Stelle bei weitem nicht erreicht wurde.

02.05.26

 

private Eichen vor Spandau-Arcaden, 

mit ausgesägten/abgebrochenen Haupttrieben und kahlen Ästen, ganze Kronenteile fehlen.

Mehrere Jahre am Standort. 

Ringsum der Boden versiegelt, die Baumscheibe allein genügt nicht als Zufuhrloch von Regenwasser.

Der Platz vor den Spandau-Arcaden ist ganztägig besonnt. 6 Tage/Woche extrem hohes Verkehrsaufkom-men mit Luftschadstoffen.  

01.05.26

 

 

Winterlinde 

Baum Nr. 26, Tharsanderweg

64 Jahre am Standort

"Baumpfütze" zeigt, wie verdichtet der Boden der winzigen Baumscheibe ist. Das Wasser sickert auch nach 2 Stunden  Regen kaum ein.

Hier wäre eine Baumscheibenvergrößerung dringend, eingebüßt würde dabei ein Parkplatz.

06.05.26

Winterlinde - der Zustand nach einem Jahr!

Baum Nr. 50, Pichelsdorfer Str.

23 bzw. 24 Jahre am Ort, ist fast verkahlt innerhalb des letzten Jahres. 

Aufnahmen 15.05. 2025 und 06.05.2026

 

Baum 72

Pichelsdorfer/Ecke Weißenburger, 2025-2026

1 Jahr Baustelle = Verlust der halben Krone

Die Krone der Linde war am 20.04.26 nur spärlich belaubt. Am 05.06.26 ist zwar die Baustelle verschwunden, aber die Versiegelung ist endgültig: jetzt frisch asphaltiert.

Nach der Verlegung neuer Trinkwasserrohre in der Pichelsdorfer Straße 2025/26 wurden Schnellreparaturen des Pflasters mit Asphalt durchgeführt:

25 Robinien , Nr. 224 - 193, sind von dieser kompletten Versiegelung des Unterstreifens betroffen. Oftmals lagern schwere Baumaterialien auf dem bisher unasphaltierten Kopfsteinpflaster. Wasser erreicht die Bäume nicht mehr.

15.06.26

3 private Winterlinden,

vor der Seeburger Str. 1,

ca 40 J am Standort,

schlechte Bedingungen: ganztägig Sonne, ringsum wasserundurchlässiger Aspalt auf dem Parkplattz bzw. Gehwegplatten. Die Baumscheiben teils zugestellt durch Kleidercontainer

27.04.26

 

Winterlinde

 Baum 69, Weißenburger Ecke Pichelsdorfer

 43 Jahre am Ort,

Ist bis über Mittag der Sonne ausgesetzt. Die Baumscheibe winzig, ihre Umgebung stark versiegelt. Zeigt verkahlende Zweigenden.

28.04.26

 

 

Grimnitzseepark:

noch Ende April 2026 bis in den Mai hinein Baumarbeiten!

Wie dringend musste wohl der Pilzbefall? oder was?? entfernt werden?

02.05.26, 15.05.26. 29.05.26

 

Eschen

Baum Nr. 285 und 287 im Grimnitzseepark.

Standalter unbekannt.

Viele Äste eingekürzt oder ganz ab, einige Äste kahl, schüttere, unsymmetrische Krone.

Hat möglicherweise >> Eschentriebsterben >>

09-05.26

<[email protected]>

 

Spitzahorn

Baum Nr. 6, Wilhelmstr.,

40 Jahre am Ort   

Ganztägig besonnt, 

nach Süden Kronen-Einbußen. 

Totholz 2025 und Ende April 2026 ausgesägt.

An der Spitze kahle Zweige. 

Hat wahrscheinlich >> Verticillium-Welke>>: s. auch den Riss im Stamm

03.05.26

 


W-Linde

Baum Nr. 68, Brüderstr./Ecke Pichelsdorfer, 

39 Jahre am Standort, 

mittags und nachmittags der Sonne in einer engen Straße ausgesetzt 

Hat verkahlte Zweigenden. 

28.04.26

 

 

Die Eichen

auf der Mittelinsel im Altstädter Ring sehen sehr fragil aus. Sie stehen erst seit 2025 hier.

20.06.25

 

Spitzahorn,

seit 43 und 44 Jahren vor dem Bahnhof, versucht seit einiger Zeit, ohne Haupttrieb auszukommen.

Zu kleine Baumscheiben, ringsum ist zwar großflächig Kopfsteinpflaster verlegt, aber trotzdem dringt nicht genug Wasser ein.

 Vor allem aber bringt die dichte Verkehrssituation am Bahnhof extrem viele Schadstoffe in Luft und Boden mit sich.

Ende April 26 und

29.06.26

 

 Platane 

Baum Nr. 1, Ruhlebener Str./ Ecke Klosterstr. 

27 Jahre am Ort. 

Tote Zweigenden, viel Totholz jüngst schon ausgesägt.

Ganztägig besonnt,  winzige Baumscheibe inmitten von Gehwegplatten und Asphalt-Fahrbahn

26.04.26 

 

 

 

 

 

 

 

Winterlinde, Greenspire

Baum Nr. 43, Pichelsdorfer Str.

 

Erst 2 Jahre am Standort,

angeblich klimarestistent, 

und doch kahle Äste

- warum?

Bewährt sich der Schotter auf der Baumscheibe? 

 

 

Spitzahorn Cleveland

Baum 139, Pichelsdorfer Str.

2 Jahre am Standort 

Verkahlte Krone auf der Südseite, auch sonst schüttere Krone 

26.04.2026

Robinie, Baum Nr.176, Picheldorfer/Ecke Wever

Noch am 25.5.2025

weitgehend ungeschädigt!

dieselbe Robinie, Baum Nr.176, Picheldorfer/Ecke Wever:  

 

Ende April 2026 aus unbekannten Gründen abgesägt.

 

 

 

Die Roteichen Nr. 9 -17 an der Hermann-Oxford-Promenade an der Havel stehen noch nicht lange dort und sind schon fast tot.

Tipps zum Dokumentieren

  • Der Baumschaden sollte deutlich zu sehen sein. Gern mehrere Aufnahmen! Auch zu verschiedenen Zeiten!
  • Baum-Nr. (meist am Stamm) dazuschreiben und die Straße Wenn es keine Baumnummer gibt, die nächstliegende Hausnummer nehmen
  • Datum
  • Daten per E-Mail schicken an [email protected]
  • Wer möchte, fügt seinen Namen und/oder E-Mail-Adresse hinzu

 

Baumsterben

Umfang und Tempo des Baumsterbens machen erst Bilder aus mehreren Straßen des Bezirks und seinen Winkeln erfassbar und begreifbar, aber auch  behandelbar.

 

Hautnahe Dringlichkeit zum Handeln

vermitteln gerade die Schadensbilder von Bäumen, die zu unserer eigenen Umgebung gehören. Es gilt, Maßnahmen zum Erhalt des Baumbestandes in Gang zu bringen:

 

Nicht Baumschnitt ist gemeint,

der im April/Mai (wo die Vögel bereits brüteten!) wie ein Lauffeuer auf allen Straßen riesige Haufen von Baumresten hinterlassen hat! Das ist eine Notmaßnahme des Grünflächenamtes, ohne die das Sterben noch schneller ginge.

 

Sondern nachhaltige Verbesserungen der Baumstandorte sind gemeint - 

  1. wie Entsiegeln der Baumumgebung,
  • Vergrößerung der Baumscheiben,
  • Schaffung von Versickerungsflächen und deren Bepflanzung …
  • und vor allem Nutzung von Regenwasser.

 

Das sind Maßnahmen,

die bei den Ämtern die Verständigung zwischen verschiedenen Ressorts erfordern und bei den Stadtbewohnern Kommunikation über den Tellerrand und über den Zaun hinweg braucht.

 

Mit den Alarmzeichen vor Augen

lassen sich ressortübergreifendes Denken und Handeln in Bewegung bringen.

 

Jeder

kann mit seinen Bildern Anstöße dazu geben!

 

 

Unsere Sammlung

erlaubt ein stadtteilbezogenes, spontanes und beliebig ausführliches Dokumentieren.

 

  • Keine Vollständigkeit, sondern Eindrücklichkeit!

 

Wir stellen für die Beispiele zunächst diese Seite auf der Klimatisch-Website zur Verfügung.  

 

 

Ich fände es toll,

wenn möglichst viele Menschen zu dieser Doku beitragen würden. Die Auswertung und Diskussion der Ergebnisse (dafür denken wir uns noch geeignete Formate aus!) wird Erhaltungsmaßnahmen für den Baumbestand nach sich ziehen. Wir schaffen damit Voraussetzungen für wirksamen Hitzeschutz, für Artenvielfalt und nicht zuletzt für Stadtästhetik.

Ute Brüning                                                             

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